icon fbicon tw

Unser Verein stellt sich vor - zweite Übergabe von Info-Heften in leichter Sprache

Unser Verein stellt sich vor - Übergabe der Info-Hefte in leichter Sprache an den DCCV e.V. Landesverband Rheinland Pfalz

Jeder Mensch stößt in der Sprache irgendwann an die eigenen Grenzen. Manche haben Verständnisschwierigkeiten bei komplexen wissenschaftlichen Formulierungen, für andere sind Justiztexte oder aber auch gesundheitsbezogene Themen und Krankheitsbilder schwer zu verstehen. Aber nicht alle Menschen haben gleichermaßen Zugang zu Informationen, etwa, weil sie kognitive Behinderungen oder Lernschwierigkeiten haben oder nur eine geringe Lese- und Schreibkompetenz besitzen. Für jene Menschen können Informationen unüberwindbare Hürden darstellen. Um einen barrierefreien Informationszugang zu gewährleisten, sind Informationshefte in leichter Sprache wichtig - gerade im Bereich der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe. Sie stellen zudem einen Mehrwert für die allgemeine inklusive Gesellschaft dar: Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke, aber auch ältere Mitbürger/innen erhalten die Möglichkeit, Texte, die sie betreffen, selbst zu verstehen und erhalten so möglicherweise entscheidende Informationen, um die eigene Situation zu verbessern.

Im Rahmen des Projektes „Info-Heft in Leichter/Einfacher Sprache - Verband XY stellt sich vor!“ bietet die LAG Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz e.V. mit finanzieller Unterstützung der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland ihren Verbandsmitgliedern an, eine Informationsbroschüre in leichter Sprache zu erstellen. So können Verbände ihre Selbsthilfe-Aktivitäten vorstellen, über Krankheitsbilder informieren und Möglichkeiten der Kontaktaufnahme und Mitgliedschaft mitteilen.

Am Dienstag, den 26.02.2019, hat Karl Schimmel vom Landesverband Rheinland-Pfalz der Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung - DCCV - e.V. die Broschüren für seinen Verband persönlich in der Geschäftsstelle der LAG Selbsthilfe in Mainz abgeholt. Im Vorfeld hat der Verband bereits das Info-Heft als PDF-Dokument erhalten, um es über seine digitalen Kanäle verbreiten zu können.

Über den nachfolgenden Link erhalten Sie Einblick in die Broschüre: Hier klicken!

Bildbeschreibung: Auf dem nachfolgenden Bild sieht man rechts Karl Schimmel vom DCCV e.V. Landesverband Rheinland-Pfalz und links den Geschäftsführer der LAG Selbsthilfe Johannes Schweizer. Beide stehen in dem Konferenzraum der LAG Selbsthilfe und halten die aufgeschlagene DINA4-Broschüre in der Hand. Auf den Innenseiten wird in leichter Sprache erklärt, was man unter Morbus Crohn und Colitits ulcerosa versteht und welche Beschwerden auf die Krankheiten hinweisen können. Einige der dazugehörigen Bilder wurden extra neu gezeichnet. Auf dem ersten Bild sieht man den Körper eines Mannes, dessen Dickdarm, Dünndarm und Magen eingezeichnet sind. Auf dem zweiten Bild sieht man eine Frau, die sich vor Bauchschmerzen krümmt. Auf dem dritten Bild sieht man eine Nahaufnahme der Organe im Bauchbereich. Auf dem vierten Bild ist eine Toilette abgebildet und auf dem letzten Bild eine Gruppe von Menschen.

Druckversion E-Mail

Veranstaltungshinweis: Vortrag an der VHS Speyer zum Thema Resilienz

Vortrag an der Volkshochschule Speyer:
"RESILIENZ IN DER PFALZ - SEELISCHE GESUNDHEIT ALS GEMEINSCHAFTLICHE AUFGABE"

Der Geschäftsführer des Pfalzklinikums Paul Bombke referiert am 12. März 2019 um 19 Uhr in der Volkshochschule Speyer zum Thema Resilienz. Paul Bomke: „Unsere Gesundheit hängt stark von unserer seelischen Widerstandskraft, der sogenannten Resilienz ab. Es ist die Fähigkeit, mit den Höhen und Tiefen des Lebens gut umzugehen und Krisen gesund zu meistern. Der entscheidende Faktor ist dabei nicht nur die Verantwortung jedes Einzelnen für sich selbst. Viel wichtiger sind unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und die sozialen Gefüge, in denen wir uns bewegen. Die Präventionsinitiative „Die Pfalz macht sich/dich stark – Wege zur Resilienz“ setzt sich mit ihren Projekten in der Region dafür ein, dass die Menschen lernen, aufeinander zu achten und gesundheitsförderliche Lebens- und Sozialräume zu entwickeln und zu nutzen.“

Paul Bomke ist Projektleiter der Initiative „Die Pfalz macht sich/dich stark – Wege zur Resilienz“. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt Speyer Hermann Krämer statt.

Die Volkshochschule Speyer befindet sich in der Bahnhofstr. 54, 67346 Speyer. Es gibt einen barrierefreien Zugang vom Parkplatz auf der Rückseite der Volkshochschule, ein Aufzug ist vorhanden. Der Vortragssaal befindet sich im 1. Stock. Die Volkshochschule Speyer ist wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof Speyer entfernt. Die Distanz beträgt nur einige Hundert Meter, für Rollstuhlfahrer/innen gut zu erreichen.

 

Druckversion E-Mail

Pressemitteilungungen der BAG Selbsthilfe und der LAG Selbsthilfe: Wahlrechtsausschlüsse Betreuter sind verfassungswidrig

Pressemitteilung der BAG Selbsthilfe

Bundesverfassungsgericht urteilt:
Genereller Ausschluss von Menschen mit Behinderung bei Wahlen ist verfassungswidrig.

BAG SELBSTHILFE begrüßt die Entscheidung und fordert erneut barrierefreie Wahlen auf allen Ebenen.

Düsseldorf, 22.02.2019. Bisher durften in Deutschland über 80.000 Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung in Vollbetreuung aufgrund des geltenden Wahlrechts nicht wählen. Dies verstößt nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts gegen Artikel 38 zur Allgemeinheit der Wahl und Artikel 3 zur Gleichheit aller Menschen im Grundgesetz. Ein Grundsatzurteil, welches aus Sicht der BAG SELBSTHILFE seit langem überfällig war, denn sie hat -auch als Mitglied im Deutschen Behindertenrat- wiederholt die Aufhebung alle Wahlrechtsausschlüsse gefordert und stieß dabei immer wieder auf Ablehnung bei den Regierungsparteien.

„Insofern ist die klare Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes aus unserer Sicht deutlich zu begrüßen, wenn es auch bedenklich ist, dass erst dieser Weg eingeschlagen werden musste, um die Rechte von behinderten und chronisch kranken Menschen durchzusetzen“, macht Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE deutlich.

„Nun sind die Parteien gefordert, das Urteil zügig in geltendes Recht umzusetzen, damit Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung an den Kommunal- und Landtagswahlen sowie an der Bundestags- und der bevorstehenden Europawahl teilhaben können. Da gibt es noch viel zu tun, denn es gehört mehr dazu, Wahlen wirklich inklusiv zu gestalten als die Wahlbeteiligung per Gesetz zu ermöglichen“, so Dr. Danner.

Zu Umsetzung der Inklusion gehört es auch, beispielsweise bereits im Vorfeld barrierefreie Informationen zu den Parteiprogrammen zu Verfügung zu stellen, entsprechende Dokumente auch in leichter Sprache zu erstellen, barrierefreie Wahllokale auszuwählen und Informationen zur barrierefreien Anreise mit und ohne Assistenz vorzuhalten.

Burga Torges

Referatsleitung Presse- & Öffentlichkeitsarbeit

BAG SELBSTHILFE

Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung,

chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V.

Kirchfeldstr. 149, 40215 Düsseldorf

Tel.:    0211-31006-25

Fax.:    0211-31006-48

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die BAG SELBSTHILFE mit Sitz in Düsseldorf ist die Dachorganisation von 120 bundesweiten Selbsthilfeverbänden behinderter und chronisch kranker Menschen und ihrer Angehörigen. Darüber hinaus vereint sie 13 Landesarbeitsgemeinschaften und 5 außerordentliche Mitgliedsverbände.

Der BAG SELBSTHILFE sind somit mehr als 1 Million körperlich-, geistig-, sinnesbehinderte und chronisch kranke Menschen angeschlossen, die sowohl auf Bundes- und Landesebene tätig sind als auch auf lokaler Ebene in Selbsthilfegruppen und Vereinen vor Ort.

Selbstbestimmung, Selbstvertretung, Integration, Rehabilitation und Teilhabe behinderter und chronisch kranker Menschen sind die Grundsätze, nach denen die BAG SELBSTHILFE für die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung behinderter und chronisch kranker Menschen in zahlreichen politischen Gremien eintritt.

Pressemitteilung als PDF Dokument zum Download, Link öffnet sich in neuem Fenster

Pressemitteilung als Word Dokument zum Download, Link öffnet sich in neuem Fenster

 


Pressemitteilung der LAG Selbsthilfe
Wahlrechtsausschlüsse Betreuter sind verfassungswidrig

Wahlrechtsausschlüsse sind verfassungswidrig - Kommunalwahlgesetz muss geändert werden.

„Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts entspricht der seit Jahren von uns als Interessenvertretungen der Menschen mit Behinderungen erhobenen Forderung und wird ein grundlegendes Umdenken für die Gleichberechtigung für Menschen mit Behinderungen bewirken. Mit den Wahlrechtsausschlüssen wird Menschen mit Behinderungen das grundlegende Bürgerinnen- und Bürgerrecht vorenthalten, sich an den Wahlen in unserer Demokratie zu beteiligen. Diese Diskriminierung muss endlich beendet werden. Wir fordern die schnellstmögliche Umsetzung des Urteils und die entsprechenden Änderungen des Europawahlrechts auf Bundesebene und des Kommunalwahlgesetzes in Rheinland-Pfalz“ erklären Paul Haubrich, Sprecher des Netzwerks Gleichstellung und Selbstbestimmung Rheinland-Pfalz und Dr. Richard Auernheimer, Vorsitzender des Fördervereins des Netzwerks. Das Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung ist der Zusammenschluss der Verbände Selbsthilfe und Selbstvertretung der Menschen mit Behinderungen sowie der Sozialverbände in Rheinland-Pfalz.

Mit Beschluss vom 21. Februar 2019 hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts die Regelungen des Bundeswahlgesetzes zu Wahlrechtsausschlüssen für in allen ihren Angelegenheiten Betreute gemäß § 13 Nr. 2 für verfassungswidrig erklärt. Geklagt hatten 8 Bürger, die bei der Bundestagswahl 2013 vom Wahlrecht ausgeschlossen waren. Das Bundesverfassungsgericht sieht darin einerseits einen Verstoß gegen den Allgemeinheitsgrundsatz des Wahlrechts und andererseits gegen das im Grundgesetz in Artikel 3 Abs.3 verankerte Benachteiligungsverbot. Damit steht die heutige Entscheidung in einer Reihe mit weiteren Urteilen des Bundesverfassungsgerichts zu Antidiskriminierungsfragen aus den letzten Jahren.

Im Wahljahr 2019 trifft diese Entscheidung auf breites Interesse aller politischen Akteure. „Auch die LAG Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz e.V. sieht sich in ihrer langjährigen politischen Arbeit zu dieser Thematik und für die 2.800 landesweit Betroffenen bestätigt“, so Johannes Schweizer, Geschäftsführer der LAG Selbsthilfe.   Alle drei Organisationen begrüßen die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts daher ausdrücklich. Mit Blick auf die diesjährigen Europa- und Kommunalwahlen fordern sie nun eine schnelle Reaktion und Umsetzung dieser Entscheidung auch durch die rheinland-pfälzische Landesregierung.

Pressemitteilung als PDF Dokument zum Download, Link öffnet sich in neuem Fenster

Pressemitteilung als Word Dokument zum Download, Link öffnet sich in neuem Fenster

Druckversion E-Mail

Kontakt

LAG Selbsthilfe Behinderter Menschen RLP

Kaiserstr.42

55116 Mainz

Telefon 06131-336280

E-Mail: info@lag-sb-rlp.de

Anfahrt

anfahrtAnfahrt

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.