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Stellenausschreibung von Achse e.V.

Die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e.V. sucht für den Bereich Mitgliederunterstützung eine/n Jurist/in (30- 40 Wochenstunden). Die Stelle wird aufgrund der Finanzierung vorerst auf zwei Jahre befristet, eine unbefristete Anstellung wird allerdings angestrebt. Der Standort ist Berlin. Bewerbungen sollten zeitnah, aber spätestens bis zum 8. September, ausschließlich per E-Mail an die Geschäftsführerin Mirjam Mann geschickt werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Aufgrund der erhöhten Arbeitsbelastung im September werden erste Bewerbungsgespräche bereits im August stattfinden.

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Ziele setzen und umsetzen!

Bericht zur Fortbildungsreihe „Meine Ziele, meine Kommunikation“

Im Rahmen des von der DAK-Gesundheit geförderten Projektes „Selbsthilfe 2019“ haben Mitglieder der LAG SB RLP in den vergangenen Monaten an der Fortbildung „Meine Ziele, meine Kommunikation. Ziele und Rhetorik im Ehrenamt“ teilgenommen. Der Bedarf hierfür stellte sich im Rahmen einer Mitgliederumfrage heraus: Ehrenamtliche in der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe vertreten die Anliegen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und sind gefragt, deren Rechte einzufordern. Dabei ist Nachdruck genauso gefordert wie Diplomatie. Der Umgang mit unterschiedlichen GesprächspartnerInnen, Betroffenen oder Laien stellt ihre Dialogfähigkeit vor hohe Anforderungen. Und bevor Verhandlungen überhaupt aufgenommen werden, sollten die eigentlichen Ziele bestimmt und abgestimmt werden.  

Hier setzte das erste Modul der von Sybille Golte-Schröder durchgeführten Fortbildung an. Die zunächst auf ein Plakat geschriebenen Ziele der Seminarteilnehmerinnen wurden auf ihre Umsetzbarkeit überprüft und schnell wurde klar, dass Ziele wie „Teilhabe muss Alltag sein“ zu unspezifisch und für eine einzelne Person oder eine Selbsthilfeorganisation nicht realisierbar sind.

IMG 20190222 093305 Mit Hilfe des „SMART“-Modells wurden dann solche Ziele erarbeitet, die klar erreichbar, dem eigenen Handlungsspielraum angemessen, überprüfbar, realistisch und in einem überschaubaren Zeitraum umzusetzen sind. Folglich ging es darum zu ergründen, welche Ziele jede Person in ihrem persönlichen Umfeld überprüfbar erreichen kann und mit wem. Aufbauend darauf wurden in einer weiteren Übung mögliche Hürden („Stolpersteine“) und Zwischenziele („Meilensteine“) bei der Zielumsetzung benannt. Frau Golte-Schröder erklärte den Zweck der Übung wie folgt: „Stolpersteine sind vorhersehbar und deswegen auch überwindbar. Dann nämlich, wenn man sich rechtzeitig Gedanken über sie macht und die Hürden von Anfang an einplant. Dann frustrieren Hürden nicht, sondern können sogar unterwegs zum Ziel einen neuen Motivationskick geben.“

 

 

IMG 20190222 140655Im zweiten Modul wurden die Teilnehmerinnen dazu eingeladen, einen konstruktiven Kommunikationsstil zu erarbeiten, der bei Verhandlungen und Gesprächen im Zuge der Zielumsetzung angewandt werden sollte. Um Missverständnisse und Konflikte und somit einen negativen Gesprächsverlauf vorzubeugen, wurde u.a. das bewährte Kommunikationssystem zur gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg getestet. In wie fern die Teilnehmerinnen die Theorie in Praxis umsetzen konnten, stellte sich im dritten Modul heraus. Vor laufender Kamera verhandelte jede Teilnehmerin das eigene gesetzte Ziel unter Berücksichtigung der Kommunikationsregeln mit fiktiven GesprächspartnerInnen. Anschließend wurde die Aufnahme gemeinsam mit der Gruppe angesehen und diskutiert, wobei der Einsatz der Körpersprache und die Frage, ob Verbindlichkeit geschaffen wurde, im Vordergrund standen. Die Teilnehmerin Christina Fuchs schilderte die gemachten Erfahrungen stellvertretend für die Gruppe wie folgt: „Rollenspiel um Dialogformen an unterschiedlichen Themen der Selbsthilfe vorzutragen, wurde als sehr positiv empfunden. Positiv war auch die Gruppenstärke. Kommentare und Anmerkungen konnten direkt vorgetragen werden. Der Übungsleiterin gelang es die gute Stimmung zu verstärken, so dass jeder Teilnehmer sein Vorhaben locker präsentieren und in der Wirkung korrigieren und verbessern konnte.“ Das Fazit von Frau Golte-Schröder selbst lautete: „Erfolgreich verhandeln macht Spaß und bringt Erfolg“.

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Pressemitteilung der BAG SELBSTHILFE: Ja zu notwendigen Verbesserungen in der Pflege – Nein zu Mehrbelastung der Pflegebedürftigen!

BAG SELBSTHILFE begrüßt „Konzertierte Aktion Pflege“, fordert aber Deckelung der Eigenanteile und die gesetzeskonforme Übernahme der Investitionskosten.

Düsseldorf, 04.06.2019. Der Mangel an professionellen Pflegekräften ist so gravierend, dass Pflegebedürftige in manchen Landesteilen inzwischen keinen Pflegedienst mehr finden, der sie versorgen kann. Auch Plätze für die Kurzzeitpflege zur Entlastung pflegender Angehörige sind rar. Die BAG SELBSTHILFE begrüßt daher die Maßnahmen, die mit der „Konzertierten Aktion Pflege“ gegen diese Unterversorgung ergriffen werden sollen, wie etwa die angestrebten Verbesserungen in der Entlohnung der Pflegekräfte. Allerdings dürfen die dadurch zu erwartenden Kostensteigerungen nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen gehen. Insbesondere dürfen die bereits heute hohen Eigenanteile nicht weiter steigen. Dazu bedarf es einer grundlegenden Neuausrichtung der Pflegeversicherung.

„Pflegebedürftigkeit wird zunehmend zum Armutsrisiko. Rund ein Drittel der Pflegebedürftigen kann bereits bei einer Unterbringung im Heim die Kosten nicht tragen und muss Unterstützung beantragen. Tendenz steigend. Diese Entwicklung ist nicht akzeptabel“, kritisiert Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE. „Pflegebedürftige und ihre Familien sollten im Normalfall die Eigenanteile schultern können. Im Moment können sie das jedoch nicht. Und darüber hinaus können sie noch nicht einmal abschätzen, wie sich die Eigenanteile in Zukunft entwickeln werden und so kaum sicher Vorsorge betreiben“, so Dr. Martin Danner.

Denn Pflegebedürftige zahlen nicht nur den reinen Pflegeanteil, sondern müssen auch Kosten für Unterkunft und Verpflegung, Investitionskosten sowie teilweise auch die Ausbildungskosten der Pflegekräfte tragen.

„Es ist unverständlich, warum Pflegebedürftige Kosten tragen müssen, die Aufgabe der Daseinsvorsorge sind, denn Investitionskosten sind nach dem Gesetz durch die Länder zu finanzieren. Nur einzelne Länder wie Nordrhein-Westfalen kommen aber dieser Verpflichtung nach. Hier ist der Staat in der Pflicht durch eine Finanzierung mittels der Länder oder auch durch einen Bundeszuschuss diesen Anteil zu finanzieren“, macht der Bundesgeschäftsführer deutlich.

Auch die Eigenanteile für die Pflege müssen bundesweit auf einen bestimmten Betrag gedeckelt werden. Dafür bedarf es einer Entkoppelung der Lohnsteigerungen der Pflegekräfte von den Eigenanteilen der Pflegebedürftigen (sog. Sockel-Spitze-Tausch).

Darüber hinaus muss es natürlich  auch Verbesserungen für den größten Pflegedienst Deutschlands geben - die pflegenden Angehörigen. Denn über 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause auch von ihren Angehörigen gepflegt. Deren psychische Belastungen nehmen kontinuierlich zu. Hilfe bekommen sie aber noch immer zu wenig.

Die Pressemitteilung erhalten Sie unter nachfolgendem Link:

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Kontakt

LAG Selbsthilfe Behinderter Menschen RLP

Kaiserstr.42

55116 Mainz

Telefon 06131-336280

E-Mail: info@lag-sb-rlp.de

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