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Behinderten-Pauschbetrag ab 2021 neu geregelt

Behinderten-Pauschbetrag ab 2021 neu geregelt

Eine wichtige Änderung für einkommenssteuerpflichte Menschen mit Behinderung tritt zum 1. Januar 2021 in Kraft – die sogenannten Pauschbeträge werden verdoppelt. Die Sätze waren seit 1975 (!) unverändert.

Die Änderung betrifft den Veranlagungszeitraum ab 2021, ist also nicht für die Steuererklärung 2020 und vorher relevant.

 

Die Änderungen:

Die Pauschbeträge verdoppeln sich und belaufen sich – je nach Grad der Behinderung (GdB) – auf 384 bis 2.840 €.
Menschen, die hilflos im Sinne des § 33b Abs. 6 EStG sind sowie Blinde und Taubblinde erhalten zukünftig einen Pauschbetrag in Höhe von 7.400 €.

Die bisher für Menschen mit einem GdB unter 50 notwendigen zusätzlichen Anspruchsvoraussetzungen entfallen, alle Menschen ab einem GdB von 20 erhalten den Pauschbetrag.

Die Übersicht:

Pauschbeträge ab 2021:

 

Grad der Behinderung             Pauschbetrag

20                                            384 € (bislang 0 € )

25 und 30                                 620 € (bislang 310 € )

35 und 40                                 860 € (bislang 430 € )

45 und 50                              1.140 € (bislang 570 € )

55 und 60                              1.440 € (bislang 720 € )

65 und 70                              1.780 € (bislang 890€ )

75 und 80                              2.120 € (bislang 1.060 € )

85 und 90                              2.460 € (bislang 1.230 € )

95 und 100                            2.840 € (bislang 1.420 € )

Zusätzlich wird eine behinderungsbedingte Fahrtkosten-Pauschale eingeführt, der den individuellen Nachweis von Fahrten unnötig macht. Erhalten sollen sie Menschen mit:

  1. mit einem GdB von mindestens 80 oder Menschen mit einem GdB ab 70 und dem Merkzeichen ‘G’.
  2. mit den Merkzeichen ‘aG’, ‘Bl’ oder ‘H’. Die Höhe des GdB wird hier nicht berücksichtigt.

Beim Erfüllen der Anspruchsvoraussetzungen nach 1. beträgt die Pauschale 900 €, bei Erfüllen der Anspruchsvoraussetzungen nach 2. beträgt die Pauschale 4.500 €. Über die Pauschale hinaus sind künftig allerdings KEINE weiteren Fahrtkosten absetzungsfähig.

Mit den Änderungen werden jahrelange Forderungen der Verbände von Menschen mit Behinderung umgesetzt.

Bei den meisten Arbeitnehmern wird der Pauschbetrag automatisch bei der Lohnsteuer berücksichtigt, Ausnahmen gibt es bei Arbeitnehmern, die erstmals einen Pauschbetrag erhalten können (z.B. bei einem GdB von 20), für Menschen mit mehreren Beschäftigungsverhältnissen und bei Verwendung des sog. Faktorverfahrens. Tätig werden muss man auch, wenn die Gültigkeit des Pauschbetrags zum 31.12.2020 ausläuft.

 

Auch Verbesserungen beim Pflegepauschbetrag für Pflegende

Auch beim Pflegepauschbetrag für einkommenssteuerpflichtige Pflegende sind Anpassungen vorgenommen worden.

Der Pauschbetrag kann zukünftig auch unabhängig vom Vorhandensein des Kriteriums ‘hilflos’ beim zu Pflegenden in Anspruch genommen werden.
In den Pflegegraden 4 und 5 steigt der Pflegepauschbetrag von 924 € auf 1.800 €. Für die Pflege von Personen in den Pflegegraden 2 (600 €) und 3 (1.100 €) wird der Pflegepauschbetrag neu eingeführt.

Voraussetzung für die Gewährung des Pflege-Pauschbetrags sind:

  • häusliche Pflege in der eigenen Wohnung oder der des zu Pflegenden
  • die Pflege wird nicht gegen Entgelt ausgeführt (Für pflegende Eltern gilt das Pflegegeld dabei nicht als Einkommen).

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Förderung DAK Gesundheitskasse

Projektförderung: Gesundheitsbezogen Selbsthilfe plant-Strategieentwicklung für die Zukunft

Mit dem Projekt „Gesundheitsbezogene Selbsthilfe plant –  Strategieentwicklung für die Zukunft“ ist den zumeist ehrenamtlich Aktiven in der Selbsthilfe eine auf ihre Bedarfe abgestimmte Unterstützung angeboten worden, um für ihren Verein effektives und zielführende Strategie für die zukünftige Selbsthilfearbeit entwickeln zu können. Coaching ist das schnellste und individuellste Tool zur persönlichen Weiterentwicklung. Die echten Themen zu adressieren und Schwachstellen aufzudecken sind wichtig, um nachhaltig die eigenen Ressourcen ideal einzusetzen und den Verein oder Verband in ein neues Level zu bringen. Trotz der Pandemie und organisatorischen Umstrukturierungen wurden Strategieentwicklungen, auch für unsere Arbeit entworfen und wir freuen uns gemeinsam mit unseren Mitgliedern angestoßene Prozesse im nächsten Jahr weiter zu vertiefen.

Wir bedanken uns bei der DAK-Gesundheit für die Unterstützung!

dak

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Zwischenbericht Aktion Mensch - Corona Soforthilfe

Kostenfreies Schutzmaterial steht weiterhin zur Verfügung
Bedarfsanmeldung an:
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Aufgrund der aktuellen Corona-Krisensituation möchten wir mit diesem Projekt insbesondere Menschen mit Assistenzbedarf im Arbeitgebermodell unterstützen. Wir wollen helfen, Schutzmaterial zu organisieren, wo  Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. In diesem Monat konnte, durch das von der Aktion Mensch geförderte Projekt, unter anderem das Zentrum für selbstbestimmte Leben behinderter Menschen, Mainz e.V. kostenfrei mit Schutzmaterial beliefert werden und unterstützt bei der Beratung zu Schutzausrüstung, der Verteilung von kostenfreiem Schutzmaterial und insbesondere der Suche nach geeigneten Assistenzkräften zum Themenkomplex „Assistenz im Arbeitgebermodell in Zeiten von Corona“. Ferner bieten sie Unterstützung bei der Erstellung von Hygienekonzepten an.

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Bildbeschreibung: Auf dem Bild zu sehen sind Geschäftsführer des Zsl Mainz e.V. Stephan Heym und seine Mitarbeiterin Viola Kirch

„Menschen mit Behinderungen sind in besonderem Maße durch das Corona-Virus und die damit einhergehenden Präventionsmaßnahmen betroffen: Zum einen gehören sie in weiten Teilen zum besonders gefährdeten Personenkreis. Eine Ansteckung kann hier also erhebliche gesundheitsgefährdende Auswirkungen haben. Zum anderen sind viele von ihnen auf u.a. Pflege, Assistenz, Physio- und Ergotherapie oder auch pädagogische Begleitung angewiesen – also Bereiche, die persönliche Nähe erfordern. Dieses Zusammenspiel macht die aktuelle Situation für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen schwer“, erklärt Stephan Heym, Geschäftsführer vom ZsL in Mainz.

Zudem hat das Zsl Mainz e.V. eine Beratungs-Hotline „selbstbestimmt Leben“ eingerichtet. Diese soll Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen vor allem in Zeiten von Corona niederschwellig unterstützen.
Beratungs-Hotline ☏ 0157 / 34441934

Die Beratungs-Hotline „selbstbestimmt Leben“ ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr besetzt. Außerhalb dieser Zeiten kann auf die Mailbox gesprochen werden mit der Bitte um Hinterlassung der Kontaktdaten.

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Kontakt

LAG Selbsthilfe Behinderter Menschen RLP

Kaiserstr.42

55116 Mainz

Telefon 06131-336280

E-Mail: info@lag-sb-rlp.de

Anfahrt

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