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Unser Mitglied BSK-RLP hat eine Ergänzende Unabhängige Teilhabe-Beratungsstelle in Remagen eröffnet

Die LAG-Selbsthilfe Behinderter RLP wünscht viel Erfolg! Infos zu unserem Mitgliedsverband "Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. Rheinland-Pfalz" finden Sie unter folgendem Link: BSK-RLP Link öffnet in neuem Fenster

Hier der vollständige Artikel aus dem General-Anzeiger Region Ahr und Rhein:

biometzgerei beratungsstelle

 

Aus der Biometzgerei wird eine Beratungsstelle

In der Remagener Fußgängerzone gibt es Hilfe für Menschen mit Behinderung aus dem ganzen Kreis

VON MARION MONREAL

REMAGEN. In der ganzen Bundesrepublik gibt es 500 EUTB, Remagen hat jetzt auch eine „Ergänzende Unabhängige Teilhabe-Beratung“. Die Geschäftsstelle unter der Leitung von Beate Waldner-Brenner in der Fußgängerzone Marktstraße
95 ist die einzige im Kreis Ahrweiler, in dem immerhin 12 000 Menschen mit einer Schwerbehinderung leben. Träger der EUTB, die Menschen mit Behinderung, von Behinderung Bedrohte, aber auch deren Angehörigen in allen Fragen zur Rehabilitation und Teilhabe berät, ist der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderte (BSK).
Der Weg zum barrierefrei zugänglichen Ladenlokal, in dem bislang die Biometzgerei „Fleischkontor“ untergebracht war, war
kein leichter. Auch wenn das Bundesteilhabegesetz das ergänzende Angebot gesetzlich verankert habe, so sei die Umsetzung vor Ort nicht immer hürdenfrei, betonte Anita Reichert, stellvertretende BSK-Vorsitzende, die auch den Landesverband Rheinland-Pfalz leitet und Vorsitzende im für Remagen zuständigen Bereich Mittelmosel ist. „Meine Stellvertreterin Christina Fuchs hat hier täglich Randale gemacht“, so Reichert bei der Begrüßung der Gäste, zu denen unter anderem auch Achim Fuhrmann aus der Abteilung „Förderung der Teilhabe“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Karl-Heinz Porz, Leiter der Sozialabteilung des Kreises, Remagens Beigeordneter Rolf Plewa und Vertreter des Werkstattrates der Kreis-Lebenshilfevereinigung gehörten. „Frau Fuchs hat über Jahre im positiven Sinne 'genervt', damit das, was im Gesetz steht, auch umgesetzt werden kann. Wir reden hier von hohem ehrenamtlichen Engagement und sagen auch in Zukunft jegliche Unterstützung von Rat und Verwaltung zu“, so Plewa. Wichtig sei der EUTB eine kostenlose Beratung auf Augenhöhe und nach individuellen Bedürfnissen: im Vorfeld der Beantragung von Leistungen, unabhängig von Trägern, die sie bezahlen oder erbringen, ergänzend zur Beratung anderer Stellen. Auch das „Peer Consulting“, die Beratung von Betroffenen für Betroffene, spiele eine wesentliche Rolle. Lediglich eine Rechtsberatung und Begleitung in Widerspruchs- und Klageverfahren wird nicht angeboten. „Hier gibt es den guten und recherchierten Rat für alle Menschen, jeder kann hier sein Herz ausschütten. Das 'Dankeschön' der ratsuchenden Menschen ist für uns Anerkennung“, so Reichert. Fuchs ergänzte: „Jeder von uns kann im späten Lebensalter eine Behinderung erfahren. Wir helfen durch das Labyrinth der Sozialhilfegesetze und hoffen jetzt, dass diese befristete EUTB nach 26 Monaten weiterarbeiten kann.“

Die Sprechstunden und Öffnungszeiten der EUTB in der Marktstraße 95 in Remagen sind:

montags bis donnerstags von 9 bis 13 Uhr.Infos
unter 0 26 42/9 04 31 90, per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder unter www.eutb-bsk-mittelmosel.de

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Der Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte Rheinland-Pfalz e.V. feiert sein 50-jähriges Jubiläum

Unser Mitglied "Der Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte Rheinland-Pfalz e.V." feierte am 28.09.2018 sein 50-jähriges Bestehen. Wir gratulieren an dieser Stelle nochmals und wünschen viele weitere erfolgreiche Jahre! Hier die ausführliche Pressemitteilung des Verbands:

 

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Der Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte Rheinland-Pfalz e.V. feiert 2018 sein 50-jähriges Bestehen. Dies wurde am Freitag, den 28.9.2018, im Atrium Hotel Mainz-Finthen zelebriert. Rund 100 Gäste kamen zusammen, darunter auch Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, u.a. Matthias Rösch; Beauftragter des Landes für Belange von Menschen mit Behinderung des Landes Rheinland Pfalz, Paul Haubrich, Vorsitzender des LAG Selbsthilfe Behinderter Rheinland Pfalz, der SPD Landtagsabgeordneter Lothar Rommelfänger und vom CDU-Landtagsfraktion Gerd Schreiner. Gemeinsam wurden sowohl die Leistungen des Verbandes geehrt, als auch mit einem Fachvortrag, die aktuelle politische Situation durch das neue Bundesteilhabegesetz (BTHG) diskutiert.
Mit den Worten „Wenn du was willst, musst du die Sache selber in die Hand nehmen“, leitete Moderator Rainer Schmidt zur Begrüßung der Vorsitzenden des Landesverbandes Rheinland-Pfalz Csilla Hohendorf über, die seit mehr als 30 Jahren im Landesverband tätig und seit 2006 Vorsitzende ist. In ihrer Rede skizzierte sie kurz die Entstehung sowie Entwicklung des Landesverbandes und thematisierte aktuelle Problematiken der Behindertenhilfe. Seit der Gründung am 28.12.1968 durch fünf Elternvereine und zwei Privatpersonen ereigneten sich viele Paradigmenwechseln. „Aus Integration wurde Inklusion. Aus Hilfeplan wurde Teilhabeplan“, so Hohendorf. Doch Diversität, Selbstbestimmung und die Qualität der Pflege sowie der Teilhabe weisen weiterhin Lücken auf, insbesondere für Menschen mit Schwerstbehinderungen, die es für die Zukunft zu lösen gilt. „Mein Wunsch ist es, dass das BTHG so weiterentwickelt wird, dass es auch die Schwerstmehrfachbehinderten intensiver berücksichtigt. Dieser Gruppe sollte innerhalb von Behinderten mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden und sie sollten die spezielle Hilfe bekommen, die sie benötigen, sodass auch sie zur allgemeinen Normalität in der Gesellschaft werden.“ Als Überraschung des Nachmittags zeichnete der Paritätische Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland Frau Hohendorf für ihr jahrzehntelanges Engagement und Einsatz für Menschen mit Behinderung mit der Goldenen Ehrenmedaille aus. „Sie gilt als treibende Kraft des Landesverbandes“, erklärte Wilbert Peifer, Vorstandsmitglied des DPWV und des Landesverbandes. Für die Vorsitzende steht fest: „Solange ich noch kann, bringe ich mich weiter ein!“
Auch die Vorsitzende des Bundesverbandes Frau Helga Kiel, dankte Frau Hohendorf für ihre Zeit und Initiative, die sie einbringt. Ihr Grußwort wurde von Frau Dr. Margret Pohl, Vorstandsmitglied des Landesverbandes, verlesen. Sie habe maßgeblich die Akzeptanz von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft vorangetrieben. Zudem betonte sie, dass Teilhabe und Inklusion unteilbar seien. „Sie sind zugleich Herausforderung und Zielsetzung, denn ohne Inklusion ist keine Teilhabe in der Gesellschaft möglich.“ Matthias Rösch rundete den ersten Teil des Nachmittags mit einer Präsentation über die Meilensteine der Behindertenbewegung in den USA und Deutschland ab. Er knüpfte somit indirekt an den Vortrag von Frau Hohendorf mit der Frage an: „Wie äußert sich Selbstbestimmung und wie können wir sie umsetzen?“
Während der erste Teil dem Rückblick und der Ehrung der Arbeit des Landesverbandes gewidmet waren, brachte die Fachanwältin für Sozialrecht Frau Gila Schindler mit ihrem Fachvortrag „Zukunftsaufgaben der Behindertenhilfe im Lichte des neuen Bundesteilhabegesetzes (BTHG)“ einen kritischen Ausblick in die Veranstaltung. Das neue Bundesteilhabegesetz, das auf der Grundlage der UN-Menschenrechtskonvention seit 2016 in vier Phasen bis 2023 in Deutschland gesetzlich umgesetzt werden soll, zeigt inhaltliche Schwierigkeiten auf, vor allem in der Auslegung mancher rechtlicher Normen. Diese Schwierigkeiten erfährt Frau Schindler in ihrer alltäglichen beruflichen Praxis mit Mandanten. Das neue BTHG soll eigentlich zwei Kernpunkte vorantreiben: Es soll zum einen ein modernes Teilhaberecht sein und sich von der klassischen Fürsorge abwenden. Zum anderen sollen keine neuen finanziellen Ausgabendynamiken entstehen. „Doch wie soll das zusammenpassen? Ein neues Teilhaberecht ohne neue finanzielle Ausgaben?“, fragt Schindler in die Runde. „Denn volle, wirksame Teilhabe, dies gibt es nicht zum günstigen Preis, sondern das, was individuell gebraucht wird, muss als Leistung erbracht werden.“ Zudem kritisiert sie die Bedarfsermittlung für individuelle Leistungen und die hier fehlende Fachlichkeit der Gutachter sowie die fehlende Einigkeit bei den Gerichten. Die Zielsetzung, mit dem neuen BTHG Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu schaffen, ist nach jetzigem Stand für sie fehlgeschlagen. In der anschließenden Diskussion konnten die Gäste persönliche Fragen an Frau Schindler herantragen. In ihren Antworten fanden sich nochmals klare Positionen wider, die die Berufsgruppe Gutachter und die Krankenkassen betrafen. Sie sieht eine neue Berufsgruppe in diesem Bereich, die eine fachliche, spezifische Kompetenz mitbringen muss, um den Betroffenen ihre rechtmäßige Teilhabe zu ermöglichen. Zu den Krankenkassen hatte sie deutliche Worte: „Es wird abgelehnt, was geht, weil diese wissen, dass sich die betroffenen Personen meist nicht wehren oder aufgeben, da ihnen die Kraft ausgeht.“
Für den kulturellen Abschluss des Nachmittags sorgte das Theater „Anders“, ein inklusives Theaterensemble aus Wiesbaden. Anhand von szenischen Beispielen präsentierten sie, wie sie gemeinsam Theaterstücke konzipieren, und involvierten ebenso das Publikum. Nach dem offiziellen Teil ließen die Teilnehmer die Veranstaltung mit gemeinsamen Gesprächen ausklingen.

 

Kontakt:

 

Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte
Rheinland-Pfalz e.V.
Graf-Siegfried-Straße 12
55543 Bad Kreuznach
Tel.: 0671/75131
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Pressemitteilung Rheinland-Pfalz: Haushalts-Plenarsitzung erstmals „barrierearm“

Landtag überträgt kommende Sitzung per barrierearmen Livestream

Der rheinland-pfälzische Landtag wird die Einbringung sowie die Aussprache zum Landeshaushalt 2019/2020 im kommenden Plenum am 23. und 24. Oktober 2018 im Rahmen einer Testphase erstmals per „barrierearmen“ Livestream über seine Homepage www.landtag.rlp.de übertragen. Geplant ist hierfür, eine so genannte „Live-Verdolmetschung“ in die deutsche Schriftsprache anzubieten. Dies bedeutet, dass die Livestream-Übertragung der Plenarsitzungen untertitelt und die Inhalte zusammengefasst wiedergegeben werden.

„Damit wollen wir auf Grundlage der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigungen die Informations- und Teilhabemöglichkeiten an der Landespolitik weiter verbessern“, sagte Landtagspräsident Hendrik Hering. Er freue sich, dass diese Testphase jetzt mit der Einbringung und ersten Beratung des rheinland-pfälzischen Doppelhaushalts 2019/2020 startet. „Gerade die Aufstellung, Beratung und Verabschiedung des Haushaltsplans ist eine zentrale Aufgabe des Landtages und von herausragender Bedeutung, da dies letzten Endes das künftige konkrete politische Handeln in Zahlen widerspiegelt und hierin die Schwerpunkte der Landespolitik verdeutlicht werden“, sagte Hendrik Hering. Im kommenden Jahr solle die Testphase für den barrierearmen Livestream fortgeführt werden.

Der Landtag weist darauf hin, dass die kommende Plenarsitzung am Dienstag, 23. Oktober um 14 Uhr mit der Rede von Finanzministerin Doris Ahnen zur Einbringung des rheinland-pfälzischen Doppelhaushalts 2019/2020 beginnen wird. Am Mittwoch, 24. Oktober findet ab 9:30 Uhr die Aussprache zum Haushalt in der Ersten Beratung statt. Es finden keine Fragestunde und keine Aktuellen Debatten statt. Verabschiedet werden soll der Haushalt dann in der Dezember-Sitzung des Landtags (11. bis 13. Dezember 2018).

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Kontakt

LAG Selbsthilfe Behinderter Menschen RLP

Kaiserstr.42

55116 Mainz

Telefon 06131-336280

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