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Pressemitteilung der BAG SELBSTHILFE: Ja zu notwendigen Verbesserungen in der Pflege – Nein zu Mehrbelastung der Pflegebedürftigen!

BAG SELBSTHILFE begrüßt „Konzertierte Aktion Pflege“, fordert aber Deckelung der Eigenanteile und die gesetzeskonforme Übernahme der Investitionskosten.

Düsseldorf, 04.06.2019. Der Mangel an professionellen Pflegekräften ist so gravierend, dass Pflegebedürftige in manchen Landesteilen inzwischen keinen Pflegedienst mehr finden, der sie versorgen kann. Auch Plätze für die Kurzzeitpflege zur Entlastung pflegender Angehörige sind rar. Die BAG SELBSTHILFE begrüßt daher die Maßnahmen, die mit der „Konzertierten Aktion Pflege“ gegen diese Unterversorgung ergriffen werden sollen, wie etwa die angestrebten Verbesserungen in der Entlohnung der Pflegekräfte. Allerdings dürfen die dadurch zu erwartenden Kostensteigerungen nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen gehen. Insbesondere dürfen die bereits heute hohen Eigenanteile nicht weiter steigen. Dazu bedarf es einer grundlegenden Neuausrichtung der Pflegeversicherung.

„Pflegebedürftigkeit wird zunehmend zum Armutsrisiko. Rund ein Drittel der Pflegebedürftigen kann bereits bei einer Unterbringung im Heim die Kosten nicht tragen und muss Unterstützung beantragen. Tendenz steigend. Diese Entwicklung ist nicht akzeptabel“, kritisiert Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE. „Pflegebedürftige und ihre Familien sollten im Normalfall die Eigenanteile schultern können. Im Moment können sie das jedoch nicht. Und darüber hinaus können sie noch nicht einmal abschätzen, wie sich die Eigenanteile in Zukunft entwickeln werden und so kaum sicher Vorsorge betreiben“, so Dr. Martin Danner.

Denn Pflegebedürftige zahlen nicht nur den reinen Pflegeanteil, sondern müssen auch Kosten für Unterkunft und Verpflegung, Investitionskosten sowie teilweise auch die Ausbildungskosten der Pflegekräfte tragen.

„Es ist unverständlich, warum Pflegebedürftige Kosten tragen müssen, die Aufgabe der Daseinsvorsorge sind, denn Investitionskosten sind nach dem Gesetz durch die Länder zu finanzieren. Nur einzelne Länder wie Nordrhein-Westfalen kommen aber dieser Verpflichtung nach. Hier ist der Staat in der Pflicht durch eine Finanzierung mittels der Länder oder auch durch einen Bundeszuschuss diesen Anteil zu finanzieren“, macht der Bundesgeschäftsführer deutlich.

Auch die Eigenanteile für die Pflege müssen bundesweit auf einen bestimmten Betrag gedeckelt werden. Dafür bedarf es einer Entkoppelung der Lohnsteigerungen der Pflegekräfte von den Eigenanteilen der Pflegebedürftigen (sog. Sockel-Spitze-Tausch).

Darüber hinaus muss es natürlich  auch Verbesserungen für den größten Pflegedienst Deutschlands geben - die pflegenden Angehörigen. Denn über 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause auch von ihren Angehörigen gepflegt. Deren psychische Belastungen nehmen kontinuierlich zu. Hilfe bekommen sie aber noch immer zu wenig.

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Erfolgreiche Veranstaltung zum Film "Die Kinder der Utopie"

Großes Interesse am Thema Schulinklusion - deutschlandweit und auch in Mainz

Am Abend des 15. Mai sahen bzw. erlebten über 18.000 Zuschauerinnen und Zuschauer deutschlandweit den Dokumentarfilm „Die Kinder der Utopie“ von Hubertus Siegert. Im Rahmen eines bundesweiten Aktionsabends bot der Film den Anlass und die anschließende Podiumsdiskussion die Plattform für eine Auseinandersetzung mit dem Thema Schulinklusion - und mit Inklusion im Allgemeinen. Wie in vielen anderen Kinos in deutschen Klein- und Großstädten war auch der Saal des CineStar Mainz bis - nahezu - auf den letzten Platz belegt. Die Mehrzahl der Besucherinnen und Besucher nahm an der von der LAG Selbsthilfe organisierten Gesprächsrunde teil. Als Gäste geladen waren die 16-jährige Schülerin Franka Beismann (IGS Nieder-Olm), ihr Lehrer Jörg Köhler, Franziska Keppler (Commit cbf, Mainz), Elke Schott (Leitung der Abteilung 4B*, Bildungsministerium RLP) und Nora Sties (Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche, Sozialministerium RLP). Der Moderator, Wolfgang Thiel (Eine Schule für Alle e.V.), fing durch gezielte Fragen erste Filmeindrücke von Seiten der Gäste und deren Bezug und Einstellung zum Thema ein. Dass das Thema Inklusion polarisiert, unterschiedliche Einschätzungen und Meinungen hervorruft und viel Stoff zum Nach- und Überdenken, Reflektieren und Diskutieren bietet, verdeutlichten die zahlreichen Beiträge und Fragen des Publikums.

*Die Abteilung 4B ist verantwortlich für Grundschulen, Realschulen plus, Gesamtschulen, Förderschulen, Haupt- und Realschulen in privater Trägerschaft, Ganztagsschulen und Grundsatzfragen zu Inklusion im Bildungsbereich.

Bildbeschreibung: Auf dem nachfolgenden Foto sieht man die Gäste der Gesprächsrunde. Von links nach rechts sind das: Franziska Keppler, Elke Schott, Wolfgang Thiel, Franka Beismann, Jörg Köhler und Nora Sties.

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Stellenausschreibung der Deutschen Gesellschaft für Mukopolysaccharidosen (MPS) e.V.

Die MPS sucht für ihre Geschäftsstelle in Aschaffenburg zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Fundraiser (w/m) in Teilzeit (20 Wochenstunden). Ihre Kurzbewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Foto freigestellt) können Sie ausschließlich per E-Mail an Frau Carmen Kunkel (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) schicken. 

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Kontakt

LAG Selbsthilfe Behinderter Menschen RLP

Kaiserstr.42

55116 Mainz

Telefon 06131-336280

E-Mail: info@lag-sb-rlp.de

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