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Pressemitteilung der BAG Selbsthilfe zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

Gesellschaft mitgestalten: Behinderte Menschen engagieren sich seit 80 Jahren für Inklusion und Teilhabe. Was tust DU?

BAG SELBSTHILFE startet Social- Mediakampagne #mitgestalten - Ich bin Teil der Gesellschaft

Düsseldorf, 3.12.2019. Mehr als 7,8 Prozent der deutschen Bevölkerung leben mit einer Behinderung. Ein großer Teil dieser Menschen setzt sich unermüdlich für eine inklusive Gesellschaft und das Recht auf Teilhabe ein. Sie engagieren sich auf den unterschiedlichsten Ebenen, als politische Akteure oder auch als Teil der Selbsthilfebewegung. Wie vielfältig und wichtig dieses Engagement ist, möchte die BAG SELBSTHILFE anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember sichtbar machen und fordert die Menschen auf, in den sozialen Medien Facebook, YouTube, Instagram oder Twitter unter dem hashtag # mitgestalten - Ich bin Teil der Gesellschaft zu veröffentlichen, wie und wo sie sich engagieren.

Die Kampagne ist auch ein eindeutiger Appell an die Politik, mehr für die uneingeschränkte Teilhabe behinderter Menschen in unserer Gesellschaft zu tun, entsprechende Gesetze zu schaffen und sich so für die Umsetzung der Rechte der Menschen mit Behinderung einzusetzen. Denn ob als gewählte VertreterIinnen in einem Gremium, hauptberuflich oder ehrenamtlich in der Selbsthilfeorganisation, als Inklusionsblogger in den Sozialen Medien, auf der Straße bei Demonstrationen oder an Informationsständen: behinderte und chronisch kranke Menschen sind eine wichtige und aktive Stütze unserer Gesellschaft“, betont Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE. „Leider liegt Deutschland in Bezug auf beispielsweise Barrierefreiheit oder Schutz vor Diskriminierung für behinderte Menschen noch weit hinter den Zielen der UN-Menschenrechtkonvention zurück. Da braucht es verbindliche Maßnahmen“, fordert Dr. Danner.

Im Rahmen der Kampagne fordert die BAG SELBSTHILFE alle aktiven Menschen dazu auf, in der Woche vom 3. bis zum 10. Dezember 2019 unter dem Hashtag #mitgestalten in den Sozialen Medien mit Fotos, Videos oder auch mit Texten sichtbar zu machen, wie sie sich für die Rechte von behinderten und chronisch kranke Menschen einsetzen und so gemeinsam ein Zeichen zu setzen.

„Wir wollen alle Menschen dafür sensibilisieren, was Engagement bewirken kann und dafür, was behinderte und chronisch kranke Menschen als ein Teil unserer Gesellschaft leisten“, erklärt Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE.

Ausführliche Informationen zu der Kampagne finden Sie der Seite der BAG SELBSTHILFE hier oder bei Facebook (https://www.facebook.com/BAGSELBSTHILFE)

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Die 3. Inklusionsmesse RLP - neuer Name, neuer Ort, neues Datum

Die Inklusionsmesse Rheinland-Pfalz in neuem Gewand!

Die INKLUSIVA 2020, die 3. Inklusionsmesse Rheinland-Pfalz, findet am 10. und 11. September 2020 auf dem Gelände der Universität Mainz statt. Schwerpunkt der INKLUSIVA 2020 ist der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zu den Themen Teilhabe, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen.

Das Programm der INKLUSIVA besteht aus einem FORUM zum Austauschen & Vernetzen, einem CAMPUS zum Informieren & Diskutieren und einem MOSAIK zum Erleben & Erholen.

Das INKLUSIVA-FORUM umfasst etwa 60 Aussteller_innen, die Inklusionsprojekte und -initiativen aus allen Lebensbereichen vorstellen.

Der INKLUSIVA-CAMPUS bietet verschiedene Formate, wie wissenschaftliche und alltagsnahe Vorträge, Diskussionsrunden, Workshops und kulturelle Darbietungen.

Das INKLUSIVA-MOSAIK beinhaltet eine Ruhezone, Selbsterfahrungsangebote mit Spiel & Spaß sowie Essen und Getränke bei musikalischer Untermalung.

Weitere Informationen zum Konzept, den Teilnahme- und Anfahrtsmöglichkeiten und den neusten Informationen zum Programm finden Sie auf unserer neuen Webseite: www.inklusiva.info/

Folgen Sie uns auch in den Sozialen Medien:

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YouTube: https://www.youtube.com/channel/UChiOMQ4H-JjZC5IXmIBRRcA?view_as=subscriber

Alle Fakten auf einen Blick:

Datum: Donnerstag, 10.09.2020, und Freitag, 11.09.2020

Uhrzeit: jeweils von 10 bis 18 Uhr

Ort: in und vor dem Philosophicum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz)

Eintrittspreis: Die INKLUSIVA ist kostenfrei!

Zeitraum: Die INKLUSIVA findet alle zwei Jahre statt!

Als Austeller_in können Sie sich ab sofort bis zum 31.03.2020 bewerben. Zur ONLINE Bewerbung gelangen Sie über folgenden Link: https://inklusiva.info/aussteller/. Sie können dort auch das Bewerbungsformular und die Teilnahmebedingungen herunterladen. Falls Sie sich auf eine andere Art und Weise einbringen möchten, kontaktieren Sie uns gerne (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

 

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Pressemitteilung: Fachtag des Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz

Pressemitteilung

Fachtag des Netzwerk diskriminierungsfreies RLP: Für Diskriminierungsschutz werben! - Beratungsstrukturen stärken! - Landesantidiskriminierungsgesetz verabschieden!

Mainz, 29.11.2019. „Der Schutz vor Diskriminierung ist ein Menschenrecht!“ So lautet die zentrale Botschaft des Fachtags „Auf dem Weg zu gelebter Vielfalt in Rheinland-Pfalz“, der gestern in Mainz stattfand. Über 60 Expert*innen der Antidiskriminierungsarbeit in Rheinland-Pfalz waren auf Einladung des Netzwerks diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz zusammengekommen, um sich über Strategien, Konzepte und Praxis der Anti-Diskriminierungsarbeit auszutauschen und darüber zu diskutieren, wie der Schutz vor Diskriminierung in Rheinland-Pfalz weiter verbessert werden kann.

Gelobt wurde im Rahmen des Fachtags die enge Verzahnung zivilgesellschaftlicher und staatlicher Einrichtungen im Feld der Antidiskriminierungsarbeit in Rheinland-Pfalz. Sie drückt sich beispielhaft in der langjährigen und guten Kooperation zwischen dem Netzwerk und der Antidiskriminierungsstelle des Landes aus. Sie kommt vor allem denjenigen zugute, die Diskriminierung erfahren müssen: Ihnen bietet das Land, aufbauend auf einem Pilotprojekt des Netzwerks diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz, seit dem Jahr 2018 die Möglichkeit einer kostenlosen rechtlichen Erstberatung.

„Diese enge Zusammenarbeit sollte fortgesetzt und ausgeweitet werden“, sagt Torsten Jäger, eines von drei Mitgliedern der Koordinierungsgruppe des Netzwerks. „Gemeinsam sollten wir noch klarer zum Ausdruck bringen, dass Diskriminierung den Zusammenhalt in unserer ‚Vielfalts-Gesellschaft‘ bedroht und dass die Betroffenen Rechte haben und Diskriminierung nicht hinnehmen müssen.“ Jäger wies in diesem Zusammenhang auf die Plakate und Materialien hin, die das Netzwerk im Rahmen der Tagung vorgestellt und deren Erarbeitung die Landesantidiskriminierungsstelle finanziell ebenso gefördert hat wie die Fachtagung selbst.

Auf die Notwendigkeit, die Beratungsstrukturen der Antidiskriminierungsarbeit in Rheinland-Pfalz flächendeckend auszuweiten und zu qualifizieren, macht Stephan Heym aufmerksam. Er ist ebenfalls Mitglied der Koordinierungsgruppe des Netzwerks: „Bisher fehlt es in Rheinland-Pfalz an Anlaufstellen für Betroffene, die sich gegen Diskriminierung wehren wollen. Sie brauchen überall im Land kompetente Beratungs- und Begleitungsangebote. Sowohl im Hinblick auf die Dichte der Beratungsstruktur als auch im Hinblick auf die Qualifikation von Berater*innen besteht hier dringender Handlungsbedarf.“         

Joachim Schulte als drittes Mitglied der Koordinierungsgruppe wies abschließend darauf hin, dass der rechtliche Schutz vor Diskriminierung durch das Allgemeine Gleichheitsgesetz (AGG) in wichtigen Handlungsfeldern derzeit ins Leere läuft. Er forderte, innerhalb des AGG die Fristen zur Geltendmachung von Ansprüchen zu verlängern, die Anforderungen an den Nachweis für eine Diskriminierung abzusenken sowie Vertretungsorganisationen das Recht einzuräumen, stellvertretend für Betroffene den Rechtsweg beschreiten zu können: „Hier muss die Landesregierung auf Bundesebene vorangehen und auf Reformen drängen.“ Zudem hinterlasse das AGG z.B. aufgrund der Bildungshoheit der Länder im Bildungsbereich nicht hinnehmbare Lücken im Diskriminierungsschutz:

„Diese Regelungslücken müssen durch ein Landesantidiskriminierungsgesetz, wie es sich derzeit z.B. im Land Berlin in der parlamentarischen Beratung befindet, geschlossen werden. Die Veranstaltung heute hat noch einmal die Dringlichkeit hierfür deutlich gemacht. Wir erwarten, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung ein solches Landesantidiskriminierungsgesetz zur Stärkung von Chancengleichheit und Vielfalt zeitnah auf den Weg bringt.“

Für das Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz

gez.:

  • Stephan Heym, Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL), Mainz
  • Torsten Jäger, Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz
  • Joachim Schulte, QueerNet Rheinland-Pfalz

Hintergrund: Das Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz ist ein Zusammenschluss von rheinland-pfälzischen Nichtregierungsorganisationen (NRO) und Initiativen, die sich als Interessensvertretung von Betroffenengruppen in der Antidiskriminierungsarbeit engagieren. Neben dem Initiativausschuss gehören ihm die Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration RLP (AGARP), der Humanistische Verband Deutschlands-Landesverband RLP/Saarland, die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter RLP, der Landesfrauenbeirat RLP, der Landesjugendring RLP, die Landesseniorenvertretung RLP, der Landesverband jüdischer Gemeinden RLP, das Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung in RLP, QueerNet RLP, der Verband Deutscher Sinti und Roma VDSR – Landesverband RLP und das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL Mainz) an.

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Kontakt

LAG Selbsthilfe Behinderter Menschen RLP

Kaiserstr.42

55116 Mainz

Telefon 06131-336280

E-Mail: info@lag-sb-rlp.de

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